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Gastronomie digitalisieren: der Stufenplan

Die Digitalisierung in der Gastronomie muss nicht alles auf einmal sein. Kein großes Projekt, kein fünfstelliges Budget, kein IT-Team. Du kannst Schritt für Schritt umstellen, jede Stufe einzeln, jede für sich sinnvoll. Und wenn eine Stufe reicht, bleibst du dort.

Dieser Guide zeigt dir die 5 Stufen der Digitalisierung für Restaurants, Cafés und Bars. Von der digitalen Speisekarte bis zum vollen Bestellsystem mit Dashboard, Drucker und Kellner-App.


Warum überhaupt digitalisieren?

Nicht weil es modern ist. Sondern weil du damit konkrete Probleme löst:

Nicht jeder Betrieb braucht alles davon. Deshalb: Stufenplan.

Die 5 Stufen im Überblick

StufeWasAufwandKosten
1Digitale Speisekarte1-2 Stunden0-30€/Monat
2QR-Code-Bestellung1 Tag30-80€/Monat
3Kellner-App+ 30 MinutenIm Abo enthalten
4Bestellterminal1 Tag+ Hardware (ab 300€)
5Volles System (Dashboard, Drucker, Berichte)1-2 Wochen50-100€/Monat

Jede Stufe baut auf der vorherigen auf. Du kannst bei Stufe 1 aufhören oder bis Stufe 5 gehen. Das Menü das du in Stufe 1 erstellst, nutzt du in allen weiteren Stufen weiter.

Stufe 1: Digitale Speisekarte

Was du bekommst: Dein Menü digital, als QR-Code auf dem Tisch. Gäste scannen und sehen die Karte auf dem Smartphone. Bestellt wird weiterhin beim Kellner.

Was sich ändert:

Aufwand: Menü ins System eingeben (1-2 Stunden), QR-Codes drucken, auf die Tische stellen. Fertig.

Für wen: Jeder Betrieb der noch komplett mit Papierkarten arbeitet. Der niedrigste Einstieg, das geringste Risiko.

Alles zur Umsetzung: Digitale Speisekarte erstellen: Schritt für Schritt

Stufe 2: QR-Code-Bestellung

Was du bekommst: Gäste bestellen direkt über den QR-Code. Nicht nur anschauen, sondern Artikel auswählen und die Bestellung abschicken. Sie landet sofort in der Küche.

Was sich ändert:

Aufwand: Wenn du Stufe 1 schon hast, ist das Menü fertig. Du aktivierst die Bestellfunktion und richtest den QR-Code pro Tisch ein (statt einem allgemeinen Code).

Für wen: Restaurants mit Tischservice, Cafés, Bars, Biergärten. Überall wo Gäste sitzen und mehrfach bestellen.

Alles zur Umsetzung: QR-Code-Bestellung im Restaurant: so funktioniert's

Stufe 3: Kellner-App

Was du bekommst: Dein Personal nimmt Bestellungen auf dem Smartphone auf. Die Bestellung geht digital an die Küche. Kein Zettel, kein Laufen.

Was sich ändert:

Aufwand: App auf die Geräte installieren, Team 15 Minuten einweisen. Das Menü ist von Stufe 1/2 schon da.

Für wen: Betriebe die persönlichen Service behalten wollen, aber den Prozess beschleunigen. Besonders bei großen Flächen (Biergärten, Hotels).

Alles zur Umsetzung: Kellner-App für die Gastronomie

Stufe 4: Bestellterminal

Was du bekommst: Ein Touchscreen-Gerät am Eingang oder an der Theke. Gäste bestellen selbst, bezahlen optional per Karte.

Was sich ändert:

Aufwand: Tablet oder Kiosk-Gerät aufstellen, mit dem System verbinden. Das Menü ist wieder schon da.

Für wen: Schnellgastronomie, Imbisse, Mensen, Betriebe mit Thekenbestellung. Nicht für klassischen Tischservice.

Alles zur Umsetzung: Bestellterminal für die Gastronomie

Stufe 5: Volles System mit Dashboard

Was du bekommst: Alle Bestellwege (QR, Kellner-App, Terminal) laufen über ein Dashboard. Dazu: Bondrucker-Routing, Echtzeit-Berichte, Tischverwaltung, Bestellhistorie und Export.

Was sich ändert:

Aufwand: Drucker einrichten und Bereiche zuordnen, Team-Accounts anlegen, Rollen konfigurieren. 1-2 Wochen für den kompletten Übergang.

Für wen: Betriebe die den vollen Nutzen wollen. Restaurants mit 20+ Tischen, Betriebe mit mehreren Bereichen (Terrasse, Innen, Bar), Multi-Standort-Betreiber.

Wo fange ich an?

Das hängt von deiner Ausgangssituation ab:

Du bist hierStarte mit
Komplett analog, nur PapierkartenStufe 1 (digitale Speisekarte)
Schon eine digitale Karte, aber ohne BestellfunktionStufe 2 (QR-Bestellung aktivieren)
QR-Bestellung läuft, Team soll auch digital arbeitenStufe 3 (Kellner-App)
Schnellgastronomie, noch alles an der KasseStufe 4 (Terminal direkt)
Bereit für alles auf einmalStufe 5, aber mit Testphase

Der wichtigste Rat: Nicht alles auf einmal. Starte mit einer Stufe, lass sie 2-4 Wochen laufen, sammle Feedback von Team und Gästen. Dann entscheide ob du die nächste Stufe brauchst.

Viele Betriebe bleiben bei Stufe 2 oder 3 und das ist völlig in Ordnung. Nicht jedes Restaurant braucht ein Terminal. Nicht jeder Imbiss braucht QR-Codes. Wähle das, was zu deinem Betrieb passt.

Den kompletten Überblick über alle Optionen findest du im Guide für digitale Bestellsysteme.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich alle 5 Stufen durchlaufen?

Nein. Jede Stufe funktioniert für sich. Du kannst bei Stufe 1 bleiben (nur digitale Karte) oder direkt bei Stufe 4 einsteigen (Terminal). Die Stufen sind eine Empfehlung, kein Zwang.

Was kostet die Digitalisierung insgesamt?

Stufe 1 ist kostenlos bis 30€/Monat. Stufe 2-3 kosten 30-80€/Monat für die Software. Stufe 4 kommt Hardware dazu (Tablet ab 300€). Stufe 5 ist primär Konfigurationsaufwand, kaum Mehrkosten. Viele Anbieter haben kostenlose Testphasen.

Brauche ich technische Vorkenntnisse?

Nein. Wenn du ein Smartphone bedienen kannst, kannst du ein Bestellsystem einrichten. Die meisten Systeme sind für Gastronomen gemacht, nicht für IT-Experten. Bei Bedarf hilft der Anbieter bei der Einrichtung.

Was ist wenn meine Gäste kein Smartphone haben?

Dann bestellen sie beim Kellner, wie bisher. Digitalisierung ist ein zusätzlicher Kanal, kein Ersatz. Halte immer ein paar gedruckte Karten bereit. Die meisten Gäste scannen den QR-Code nach kurzer Eingewöhnung.

Wie schnell sehe ich Ergebnisse?

Die Fehlerreduktion merkst du sofort. Weniger falsche Bestellungen ab Tag 1. Mehr Nachbestellungen und Umsatzsteigerung sehen die meisten Betriebe innerhalb der ersten 2-4 Wochen.

Kann ich verschiedene Stufen kombinieren?

Ja, das ist sogar die häufigste Variante. QR-Codes auf den Tischen (Stufe 2) plus Kellner-App für das Personal (Stufe 3) ist die beliebteste Kombination. Terminal an der Theke (Stufe 4) plus QR am Tisch (Stufe 2) funktioniert auch gut.


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