Umsatz steigern in der Gastronomie: 7 Strategien die funktionieren
Die meisten Tipps zum Thema Umsatz steigern in der Gastronomie klingen gleich: "Mach Social Media", "Biete Specials an", "Sei freundlicher". Das ist nicht falsch, aber es ist zu vage um damit morgen mehr Umsatz zu machen.
Dieser Artikel fokussiert sich auf das, was du direkt beeinflussen kannst: den Bestellwert pro Gast erhöhen, Nachbestellungen fördern und Abläufe beschleunigen. Mit konkreten Methoden, nicht mit Allgemeinplätzen.
Die zwei Hebel für mehr Umsatz
Mehr Umsatz in der Gastronomie kommt aus zwei Quellen:
- Mehr Gäste. Marketing, Sichtbarkeit, Bewertungen, Lage. Wichtig, aber teuer und langsam.
- Mehr pro Gast. Höherer Bestellwert, mehr Nachbestellungen, weniger verpasste Verkaufschancen. Günstiger, schneller, sofort umsetzbar.
Dieser Artikel konzentriert sich auf Hebel 2. Nicht weil Hebel 1 unwichtig wäre, sondern weil du Hebel 2 morgen umsetzen kannst, ohne Budget, ohne Werbeagentur, ohne Wochen Vorlauf.
Die zentrale Erkenntnis: Gäste bestellen nicht weniger weil sie weniger wollen. Sie bestellen weniger weil sie Optionen nicht sehen, weil Nachbestellen umständlich ist, oder weil der Kellner gerade nicht verfügbar ist. Wenn du diese Hürden entfernst, steigt der Umsatz.
1. Schritt-für-Schritt-Menüs statt Gesamtkarte
Ein klassisches Menü zeigt alles auf einmal. 60 Artikel auf 4 Seiten. Der Gast überfliegt es, bestellt das Naheliegendste und klappt die Karte zu. Getränke? Vielleicht beim nächsten Mal. Dessert? Ach, ich bin schon satt.
Ein Schritt-für-Schritt-Menü führt den Gast durch die Bestellung: erst Vorspeise, dann Hauptgericht, dann Beilagen, dann Getränke. Nicht alles gleichzeitig, sondern nacheinander. Dabei werden passende Extras angezeigt: "Dazu ein Brot?" "Welche Beilage?" "Noch ein Getränk?"
Das ist kein Trick und keine Manipulation. Es ist die gleiche Logik die ein guter Kellner anwendet: "Möchten Sie dazu noch eine Beilage?" Nur digital, konsequent und bei jedem Gast.
Bei orderQ sehen wir im Schnitt 20% mehr Nachbestellungen wenn Menüs Schritt für Schritt durch die Bestellung führen. Nicht weil Gäste mehr kaufen als sie wollen, sondern weil sie nichts vergessen.
2. Nachbestellungen einfach machen
Der zweitstärkste Umsatzhebel: Nachbestellungen. Ein zweites Getränk, ein Dessert, eine Runde für den Tisch. Aber nur wenn der Gast nicht 10 Minuten auf den Kellner warten muss.
Zwei Wege das zu lösen:
QR-Code am Tisch. Der Gast hat die digitale Speisekarte noch im Browser offen. Nachbestellung in unter 10 Sekunden: Artikel wählen, absenden, fertig. Kein Warten, kein Winken, kein "Entschuldigung, könnten Sie...".
Kellner-Ruf. Wenn der Gast lieber beim Personal bestellt: ein Knopf auf der digitalen Karte der den Kellner ruft. Der bekommt eine Benachrichtigung aufs Gerät und weiß sofort, welcher Tisch etwas braucht.
In beiden Fällen: Die Hürde zwischen "Ich hätte gern noch was" und "Bestellung ist raus" schrumpft von Minuten auf Sekunden. Das allein steigert den Umsatz pro Tisch messbar.
3. Extras und Beilagen sichtbar machen
Wie viele deiner Gäste wissen, dass sie zu ihrem Burger eine andere Beilage wählen können? Oder dass es ein Topping gibt? Oder dass die große Portion nur 2€ mehr kostet?
Auf einer Papierkarte stehen diese Optionen oft irgendwo in Kleinschrift. Oder der Kellner vergisst zu fragen. Digital kannst du Extras direkt beim Artikel anzeigen:
- Größen: Klein, Mittel, Groß mit klarem Preisunterschied
- Toppings: Käse, Speck, Avocado als Klick-Optionen
- Beilagen: Pommes, Salat, Reis mit Bildern
- Empfehlungen: "Passt dazu: Hauswein" beim Pasta-Gericht
Jedes Extra das ein Gast hinzufügt, erhöht den Bestellwert. Nicht um viel pro Bestellung, aber über einen Abend mit 40 Tischen summiert sich das.
4. Bilder die verkaufen
Ein Gast der ein Gericht sieht, bestellt es eher als ein Gast der nur den Namen liest. Das ist keine Theorie, das ist Verkaufspsychologie. Restaurants mit Bildern im Menü haben einen höheren Durchschnittsbon.
Aber: lieber kein Bild als ein schlechtes. Dunkle Handyfotos auf einem dreckigen Teller bewirken das Gegenteil.
Was funktioniert:
- Helle, natürliche Beleuchtung
- Sauberer Hintergrund, Fokus aufs Gericht
- Nicht jedes Gericht braucht ein Bild. Starte mit den 10 Bestsellern und den Artikeln mit der höchsten Marge
- Bei digitalen Menüs: Bilder laden schnell, sehen auf dem Smartphone gut aus
Wenn du keine guten Fotos machen kannst, gibt es professionelle Services die das übernehmen. Die Investition zahlt sich über den höheren Bestellwert zurück.
5. Stoßzeiten besser nutzen
Freitag Abend, jeder Tisch besetzt, Küche am Limit. Das ist der Moment wo du den meisten Umsatz machen kannst. Aber auch der Moment wo die meisten Nachbestellungen verloren gehen, weil der Kellner keine Zeit hat.
Drei Dinge die helfen:
QR-Bestellung entlastet das Personal. Gäste bestellen selbst, Kellner konzentrieren sich auf Essen bringen und Service. Mehr Bestellungen pro Stunde, ohne mehr Personal.
Drucker-Routing sortiert automatisch. Getränke zum Bar-Drucker, Essen in die Küche. Kein Kellner der den Zettel sortieren muss, kein Engpass am Pass.
Dashboard zeigt Engpässe. Du siehst in Echtzeit welche Tische warten, welche Bestellungen offen sind, wo es hakt. Statt durchs Restaurant zu rennen und zu raten.
Mehr dazu im Guide für digitale Bestellsysteme.
6. Menü-Struktur optimieren
Nicht was auf der Karte steht, sondern wie es sortiert ist, beeinflusst was bestellt wird.
Weniger ist mehr. Ein Menü mit 120 Artikeln überfordert. 40-60 gut kuratierte Artikel verkaufen besser. Gäste entscheiden schneller und bestellen öfter Extras, weil sie noch Kapazität haben.
Reihenfolge zählt. Die ersten und letzten Artikel einer Kategorie werden am häufigsten bestellt. Platziere deine margenstarken Gerichte dort.
Kategorien klar benennen. "Hauptgerichte" ist besser als "Unsere Spezialitäten". "Getränke" ist besser als "Flüssiges Glück". Kreativität ist gut, aber der Gast muss in 2 Sekunden finden was er sucht.
Saisonale Highlights oben. Tagesgerichte, saisonale Specials, neue Artikel ganz oben in der Kategorie. Das sind oft die Gerichte mit der besten Marge.
7. Daten statt Bauchgefühl
Welches Gericht verkauft sich am besten? An welchem Wochentag machst du den meisten Umsatz? Welche Extras werden am häufigsten dazubestellt? Welcher Tisch hat den höchsten Durchschnittsbon?
Wenn du diese Fragen nicht beantworten kannst, triffst du Entscheidungen nach Bauchgefühl. Das funktioniert manchmal, aber nicht systematisch.
Ein digitales Bestellsystem sammelt diese Daten automatisch. Du siehst:
- Bestseller und Ladenhüter: Welche Artikel laufen, welche du von der Karte nehmen kannst
- Umsatz pro Tag und Stunde: Wann lohnt sich mehr Personal, wann nicht
- Bestellwert pro Tisch: Welche Tische bestellen mehr, gibt es ein Muster?
- Extras-Quote: Wie oft werden Beilagen, Toppings, Desserts dazubestellt
Mit diesen Daten kannst du dein Menü gezielt optimieren. Gerichte die nie bestellt werden, raus. Extras die oft gewählt werden, prominenter platzieren. Personal dort einsetzen wo der Umsatz am höchsten ist.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Umsatz kann ich realistisch steigern?
Das hängt von deiner Ausgangssituation ab. Betriebe die von Papier auf ein digitales System umstellen, sehen typischerweise 10-25% mehr Bestellwert pro Tisch. Der größte Anteil kommt durch Nachbestellungen und Extras die vorher nicht stattgefunden haben.
Muss ich dafür ein digitales Bestellsystem haben?
Nicht zwingend. Einige dieser Strategien (Menü-Struktur, Bilder, Extras) kannst du auch mit einer Papierkarte umsetzen. Aber Nachbestellungen vereinfachen, Daten sammeln und Stoßzeiten optimieren funktionieren nur digital.
Upselling ohne aufdringlich zu sein, geht das?
Ja. Der Schlüssel ist Sichtbarkeit statt Druck. Extras werden angezeigt, nicht aufgedrängt. "Dazu eine Beilage?" ist hilfreich. "Möchten Sie nicht doch die große Portion?" ist nervig. Digitale Menüs zeigen Optionen, der Gast entscheidet selbst.
Wie schnell sehe ich Ergebnisse?
Menü-Optimierung (bessere Bilder, Extras sichtbar, Reihenfolge anpassen) wirkt sofort. Die Datenanalyse braucht 2-4 Wochen um aussagekräftig zu sein. Nachbestellungen per QR-Code steigen in den ersten Tagen, sobald Gäste sich daran gewöhnen.
Was bringt mehr: neue Gäste oder mehr pro Gast?
Kurzfristig: mehr pro Gast. Das kostet nichts extra und wirkt sofort. Langfristig brauchst du beides. Aber die meisten Betriebe konzentrieren sich zu stark auf Neukundengewinnung und vernachlässigen den Umsatz der schon am Tisch sitzt.
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